In der Zwischenzeit ist der Wahnsinn in Davos bereits über die Bühne gegangen und wir alle wissen, was der Machtmensch aus Amerika gesagt und getan hat. Personen, denen soviel Macht durch ihr Amt gegeben ist, lösen bei uns sowohl Faszination wie auch Angst aus. Es entspricht nicht unserem Naturell und fasziniert uns trotzdem. Wenn wir praktisch live dabei sind und miterleben können, mit welchem Selbstverständnis solche Machtpersonen daherkommen und mit einer Selbstverständlichkeit Dinge fordern und durchsetzen, so lässt uns das ratlos zurück. In unserem Verständnis sind Macht und Verantwortung untrennbar miteinander verbunden. Während die Macht uns die Fähigkeit verleiht, Einfluss zu nehmen, zu gestalten, zu lenken und zu bewegen, kommt die Verantwortung mit der Verpflichtung daher, sich um das Wohl eines Bereichs oder Menschen zu kümmern und sich den Folgen des eigenen Handelns bewusst zu werden. Sich und sein Tun zu hinterfragen, wird aber immer schwieriger, je weniger wir Personen in unserem Kreis zulassen, die anderer Meinung sind. Irgendwann wird der Blick auf die zu lösende Aufgabe so eng, dass einem gar nicht mehr in den Sinn kommt, eine gemeinsame Lösung zu suchen. Hoffen wir, dass sich die Machtpersonen in Davos daran erinnert haben, dass es trotz aller anvertrauten Macht besser gemeinsam geht, als einsam.
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