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Rückblick und Ausblick

Das vergangene und das neue Jahr 

Erntezeit ist die schönste Zeit. Bild: Barbara Hermann
Wir wissen, was uns das vergangene Jahr gebracht hat, wir wissen nicht, was das neue Jahr für uns bereithält. Wir können nur das Gewesene akzeptieren, vertrauen auf die Natur und unser Bestmögliches beisteuern. Ich wünsche uns allen ein Jahr mit vielen schönen und positiven Erlebnissen. Unserem Betrieb wünsche ich ein viel besseres Jahr, als es das vergangene war. 

In einem Adventskalender für Bauern habe ich folgenden Text gefunden (Verfasser unbekannt): «Ein Rückblick: Das Jahr auf dem Acker. Die Tage sind kurz, die Nächte lang. In der Hand eine kleine Handvoll Weizenkörner, trocken, hart, das Konzentrat eines ganzen Jahres. Jedes einzelne Korn ist eine Erinnerung. Es erzählt von dem Moment, als die Saat in die kalte, feuchte Erde kam, und mit ihr die Hoffnung auf ein gutes Jahr. Ein stilles Versprechen, das man dem Boden anvertraut. Dann der lange Sommer, der tägliche Blick zum Himmel, der zum wichtigen Arbeitsgerät wird. Die Sorge vor der bleiernen Hitze, die den Boden aufspringen lässt, die Angst vor dem Gewittersturm mit Hagel, der in Minuten alles zunichtemachen kann. Es ist ein ständiges Bangen und Hoffen, ein Tanz mit den Wolken, bei dem man nie der Führende ist. Und schliesslich der Herbst mit den dröhnenden Maschinen, ein Wettlauf gegen die Zeit und den nächsten Regenschauer, der die Erleichterung und den Lohn für alle Mühe brachte. Jetzt schlafen die Felder unter einer dünnen Decke aus Frost oder Schnee. Die Maschinen schweigen, die Hektik ist einer tiefen Ruhe gewichen. Die Körner in der Hand sind mehr als nur Ernte. Sie sind das goldene Zeugnis für harte Arbeit und das Versprechen, dass nach jeder Ruhe eine neue Saat kommt.»

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