Im Vergleich zur reinen Stallhaltung bietet eine gut organisierte Freilandhaltung für die Hühner klare Vorteile: Die Tiere erleben wechselnde Klimareize wie Temperaturschwankungen, Wind und direkte Sonnenstrahlung und bewegen sich mehr, was insgesamt ihre Konstitution und ihr Immunsystem stärkt. Auch treten Verhaltensstörungen wie Federpicken seltener auf, weil die Tiere sich über eine grössere Fläche verteilen und damit auch im Stall mehr Platz haben. Zudem bereichern Grünaufwuchs, Insekten und andere Kleintiere das Futterangebot und sorgen für Beschäftigung. Lediglich bei einigen Pflanzen ist Achtung geboten, sie eignen sich nicht für die Weide: Im Grünauslauf zu vermeiden sind Steinklee (hoher Cumaringehalt, Risiko innerer Blutungen), Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler (das enthaltene Sinapin führt zu «Stinkeiern») sowie Buchweizen und Platterbse (enthalten Fagopyrin, das die Lichtempfindlichkeit erhöht).
Legehennen in Freilandhaltung kommen zwangsläufig mit Magen-Darm-Parasiten in Kontakt. Damit die Tiere mit den Parasiten möglichst gut zurechtkommen, ist es wichtig, ihre Abwehrkräfte zu stärken.
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