In letzter Zeit werden in Obstanlagen vermehrt Blattschäden durch die Orientzikade festgestellt. Die direkten Schäden sind bisher wirtschaftlich kaum relevant, allerdings gilt der Schädling als potenzieller Überträger von verschiedenen Krankheiten.
Ursprünglich stammt die Orientzikade (Orientus ishidae) aus Ostasien, sie hat sich jedoch bereits seit längerer Zeit auch in Europa angesiedelt, erste Nachweise wurden 1998 in Italien gemacht. Das ca. 4 bis 7 Millimeter lange Insekt gehört zur Familie der Zwergzikaden und ist in vielen Regionen Süd- und Mitteleuropas anzutreffen. Auch mit den Bedingungen in unseren Klimazonen kommt sie gut zurecht. An ihrer markanten, mosaikartigen Flügelmusterung ist die Orientzikade gut von anderen Arten zu unterscheiden. Die Überwinterung erfolgt als Ei an zwei- bis dreijährigen Trieben. Ab Mai erfolgt der Schlupf, daraufhin entwickeln sich fünf Nymphenstadien, der Hauptflug der adulten Insekten ist ab Anfang Juli bis August.
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