Der Zeitpunkt für die Verschärfung an der Bewilligungsfront ist denkbar ungünstig. Die vergangene Saison 2025 hat eindrücklich gezeigt, dass die Blattlausbekämpfung keineswegs ein Selbstläufer geworden ist. Viele Betriebe hatten mit starkem Lausbefall bei den ersten nicht unter Vlies stehenden Sätzen zu kämpfen. Die hauptverantwortliche grüne Salatblattlaus (Nosonovia ribisnigri) fliegt in dieser Jahreszeit jeweils in einer ersten Einflugswelle in die Salatkulturen ein. Konventionelle Betriebe verfolgten bisher zur Blattlausbekämpfung Strategien, die auf den Wirkstoffen Acetamiprid (z.B. Gazelle SG) und Spirotetramat (Movento SC) aufbauen. Beide Wirkstoffe eigneten sich besonders wegen ihrer systemischen Wirkung zur Bekämpfung der grünen Salatblattlaus, die sich gerne in den Salatherzen aufhält und dort schwer mit reinen Kontaktmitteln zu bekämpfen ist.
Durch den Rückzug zweier insektizider Wirkstoffe zur Lausbekämpfung in den Salaten rückt dieses Problem wieder ins Zentrum von Forschung, Züchtung, Beratung und Produktion.
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