«Die Gesuche werden immer komplexer», war die zentrale Botschaft von Wilfried Kägi, Geschäftsführer der ZLGB, vor deren Mitgliedern an der ordentlichen Generalversammlung in Wildberg. Die ZLBG steht vor allem und verstärkt im Dienst der Pächter. Von den aktuell 33 gewährten Bürgschaften entfallen deren 27 auf Pächterinnen und Pächter, je 3 auf Eigentümer sowie Körperschaften. Im vergangenen Jahr sind konkret drei Gesuche eingegangen und vom Vorstand bewilligt worden. «Wir haben nun erstmals nach der Anhebung von 200 000 auf 300 000 Franken im Juni 2023 einen Kredit in dieser Höhe verbürgt. Wir stellten auch fest, dass in einem Fall das Inventar für über 500 000 Franken übernommen werden musste», führte Kägi bei der Präsentation des Geschäftsberichtes aus. Konkret entfallen zwei neue Bürgschaften auf die Absicherung der Starthilfe bei der Pachtübernahme oder Generationsgemeinschaft im Umfang von Total 525 000 Franken. Das dritte Gesuch ist von einem Gewerbebetrieb eingegangen und es wurde für diesen eine Bürgschaft von 150 000 Franken gesprochen. Zugleich sind im vergangenen Jahr drei Bürgschaften ausgelaufen, wobei gesamthaft 499 333 Franken amortisiert wurden. Aktuell sind 28 Bürgschaften gegenüber dem Darlehensgeber Zürcher Landwirtschaftliche Kreditkasse (ZLK) verbürgt, zwei entfallen auf die ZKB und zwei auf Regionalbanken. In einem Fall wurde auch eine Bürgschaft für eine Privatperson gesprochen. Der verbürgte Gesamtbetrag stieg entsprechend auf Ende Jahr auf 3,081 Mio. Franken an. Beim Anteilscheinkapital kommt es auch zu kleinen Veränderungen. Zwei neue Genossenschafter zeichneten zusammen 1200 Franken, sodass dieses Kapital nun auf 492 800 Franken angestiegen ist. «Wir hatten auch einen Genossenschafter doppelt in der Kartei. Zugleich verzeichneten wir zwei Fusionen, sodass es neu 95 Genossenschafter sind», führte Kägi weiter aus. Gemäss den Statuten darf die ZLBG den sechsfachen Betrag des ausgewiesenen Eigenkapitals verbürgen, was aktuell 8,131 Mio. Franken entspricht. Nach Abzug der gewährten Bürgschaften verbleibt noch eine Reserve von 5,048 Mio. Franken.
Am vergangenen ersten Donnerstag im Juni tagte in Wildberg im Zürcher Oberland die Zürcher Landwirtschaftliche Bürgschaftsgenossenschaft. Auch in diesem Jahr konnten vor allem Pächter profitieren.
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