Die Natur hat in Blatten ihr zerstörerisches Gesicht gezeigt. Der Gletscherabbruch traf Mensch und Tier im Oberwallis mit voller Wucht. Innerhalb der Zürcher Landwirtschaft löste diese Katastrophe nicht nur Betroffenheit und Anteilnahme aus, sondern auch Tatendrang.
Schon in den ersten Tagen wurden wir auf der Geschäftsstelle wiederholt gefragt: Wie können wir helfen? Es wurden materielle Hilfen angeboten und finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt. Rasch war klar: Wir wollen nicht einfach zusehen, wir wollen handeln.
Mit vereinten Kräften entwickelten wir in kürzester Zeit ein Konzept, das den betroffenen Bauernfamilien im Oberwallis konkrete Unterstützung bietet. Um die nötige Wirkung zu erzielen, suchten wir gezielt nach Partnern, um gemeinsam mehr zu erreichen. Die gute Nachricht: Unser Engagement wurde gehört und wurde mit grossem Wohlwollen aufgenommen. Die weniger gute: Nicht alle können oder wollen mit der Dynamik Schritt halten, die uns als Zürcher Bauernverband auszeichnet. Das ist vor allem für jene enttäuschend, die mit viel Herzblut mitgearbeitet und ihre Ressourcen eingebracht haben.
Doch Aufgeben ist keine Option. Der Austausch mit dem Oberwalliser Bauernverband hat uns tief bewegt. Wir haben gespürt, wie dringend Hilfe gebraucht wird. Das ist unser Antrieb, weiterzumachen. Vielleicht etwas leiser als ursprünglich geplant, vielleicht mit weniger Partnern an unserer Seite, vielleicht weniger öffentlichkeitswirksam. Aber ganz sicher nicht mit weniger Herz. Und mit einer grossen Solidaritätsbekundung der Zürcher Landwirtschaft.