Es hat es geregnet und dies zum Teil heftig, aber bis jetzt meistens so, dass die Böden das wohlverdiente Nass aufnehmen konnten. Wir sind froh, hat der Regen doch einige Kulturen vor schwierigen Tagen bewahrt.
Wie war das noch Anfang Juli, als in den Zeitungen und Nachrichten eine Botschaft dominierte: Hitze und Trockenheit! Dass wir auf einen Hitzesommer zusteuern und der Verkauf von Klimaanlagen einen neuen Höchststand erreicht hätte. Es wurden Schreckensszenarios heraufbeschworen, wie die Hitze uns diesen Sommer belastet und was dies zu Folge haben wird. Nun nach drei regnerischen Wochen und kühleren Temperaturen sind diese Schlagzeilen verschwunden. So lese ich in der Zeitung vom trüben und kalten Sommer. Die Leute, die aus den Ferien im Süden zurückkommen, jammern über die Kühle, obwohl sie in den Feriendestination kaum geschlafen haben, sei es wegen der Hitze oder der surrenden Klimaanlage. So oder so nimmt die Presse den Ball auf und vergisst dabei, dass sie vor kaum einem Monat in alarmistischer Manier genau das Gegenteil prophezeite. Wir, die tagtäglich mit dem Wetter leben, sind uns bewusst, dass Veränderungen stattfinden. Jedoch nicht so eindeutig, wie das im Journalismus gewünscht ist. Das Wetter ist nicht einfach weiss oder schwarz, sondern zeitweise einfach grau, nur dass dies eben keine Schlagzeilen wert ist. Leider ist der heutige Journalismus auf Alarmismus ausgelegt, weil damit eine gewisse Gier der Lesenden befriedigt wird, da auch bei ihnen die Aufmerksamkeitsspanne immer kürzer wird. Wir, als Konsumierende von News, sind gut beraten, Schlagzeilen zu hinterfragen und uns über eine Schlagzeile hinaus mit Hintergrundinformationen zu versorgen, um die alarmistischen Trendthemen wirklich einordnen zu können.