Der ZBV steht zum bilateralen Weg. Doch seit der Einführung ab 2002 hat sich gezeigt, dass etwa beim Käsefreihandel die EU stärker profitiert hat. Haben sich die Erwartungen der Landwirtschaft dennoch erfüllt?
Der Käsefreihandel mit der EU wird immer wieder als ein erfolgreiches Abkommen herbeigezogen. Schaut man etwas näher hin, stellt man jedoch fest, dass bereits seit dem Jahr 2013 die Schweiz mehr Käse aus der EU importiert als dahin exportiert. Somit kann nicht von einem erfolgreichen Abkommen aus Sicht der Milchproduzenten gesprochen werden. Verarbeiter, Handel und allenfalls die Konsumenten haben davon profitiert, indem mehr Handel betrieben wurde und die Preise unter Druck geraten sind. Denn: «Ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein.»
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