…an vielen kleinen Orten, viele kleine Schritte tun, kann dies das Gesicht der Welt verändern. (Stefan Zweig, Schriftsteller)
Am letzten Oktobertag haben die Landfrauen Grosses geschafft. Was vor rund einem Jahr als spontane Idee den Anfang nahm, wurde während eines Jahres beinahe in Perfektion ausgearbeitet. Ein kleines fleissiges und innovatives OK hat tolles Werbematerial sowie einen professionellen Werbefilm geschaffen. Standorte wurden gesucht, Standverantwortliche mit wichtigen Infos beliefert, Bäckerinnen motiviert. Wir durften auf grossartige Unterstützung vom Zürcher Bauernverband und dem Zürcher Obstverband zählen.
Und dann, am letzten Freitag im Oktober kam die Krönung: Bei strahlendem Herbstwetter haben die Landfrauen gemeinsam über 3000 Stück Apfelwähen verkauft. Es wurde mit Konsumenten über Rezepte gefachsimpelt, die Landfrauen repräsentiert, genussvoll in ofenfrische Wähenstücke gebissen. Der erste Zürcher Apfelwähentag hat den Landfrauen im ganzen Kanton positiven Wind eingehaucht und uns ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt.
Unsere Botschaft ist vielseitig. Früher war der Freitag Wähentag. Nach der «Wochen-Brotbachete» waren die Holzöfen noch warm. Die Teigresten wurden zu flachen Fladen ausgewallt und belegt mit dem, was gerade da war. In den meisten Fällen war dies Ende Woche fleischlos. Sicher waren Äpfel regelmässiger Wähenbelag. Der Apfel ist die lokale Frucht des Herbstes, seine Verwendung vielseitig und gesund. Wir zeigten der Bevölkerung, dass mit einfachen Zutaten ein gesundes Gebäck entstehen kann. Mit den Rezeptvorschlägen animierten wir die Leute zum Nachmachen und zum Selberbacken.
Das Schönste am Anlass war, dass wir ganz viel Geld für die Ländliche Familienhilfe sammeln konnten. Unser eigenes Sozialwerk lebt von Spenden, wovon die Landfrauen einen grossen Teil selbst erwirtschaften. Wir geben also unser Bestes, um den Familien mit Unterstützungsbedarf, in unseren eigenen Reihen, zu helfen. Häufig ist es nämlich bereits die Nachbarin im nächsten Haus, welche so Unterstützung in einer Notsituation erfahren darf.
So lässt sich nun abschliessend sagen, dass der Mut und der Wille für den neuen Anlass sowie das gemeinsame Schaffen der vielen Frauen, nachhaltig positive Auswirkungen haben.