Der Kanton Zürich verfügt über die am besten ausgebildeten Jäger
Es ist ja zum Glück nunmehr allgemeiner Konsens, dass bei einem weiteren Riss der Wolf korrekt und weidgerecht geschossen werden soll. Soweit, so gut.
Hier befremdet die Aussage der Fischerei- und Jagdverwaltung des Kantons Zürich jedoch enorm. Die Ausrede, dem Kanton fehlten für diese Aufgabe die Fachleute, ist mehr als absurd und entbehrt jeder Grundlage. Der Kt. Zürich verfügt über die am besten ausgebildeten und x-fach geprüfte Jägerinnen und Jäger, welche ihre Reviere kennen und absolut und jederzeit in der Lage sind, einen tiergerechten Abschuss des schadenstiftenden Wolfes durchzuführen. In anderen Kantonen (Schwyz, Glarus, Graubünden, Tessin und Wallis) ist die Beauftragung der Jägerschaft für solche Eingriffe längst erfolgreiche und gängige Praxis.
Aber eben. Die Baudirektion träumt erwiesenermassen immer noch von eigenen kantonal besoldeten Berufsjägern, obschon eine diesbezügliche Abstimmung erst 2018 mit 84% Nein vom Volk abgelehnt wurde.
Die derzeit gültige Jagdverordnung gibt genau vor, was in so einem Fall zu tun ist. Man muss sich behördlicherseits nur daran halten und letztlich den Zürcher Jägerinnen und Jägern das verdiente Vertrauen entgegenbringen. Zu der Aussage von Herrn David Gerke, die Zäune müssten einfach höher sein, kann ich als Landwirt nur sagen: Es gibt keine wolfssicheren Zäune.
Die Schweiz und gerade der Kanton Zürich sind urban strukturiert, kleinräumig, also kein eigentliches Idealhabitat für den Wolf. Das heisst aber noch lange nicht, dass der Wolf keinen Platz hat, einfach in kleineren Populationen. Heute redet man von 350–400 Wölfen in der Schweiz und das ist einfach zuviel für unser kleines Land.
Es fehlt an Mut und Entschlossenheit in unserer Fischerei- und Jagdverwaltung.