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Nachgefragt bei …

«Eine solide Grundlage für Entscheidungen zu schaffen»

Kantonsrat Daniel Wäfler zu seiner erneuten Anfrage an den Regierungsrat. Bild: zVg

«Das Ziel ist, eine solide Grundlage für Entscheidungen zu schaffen»

Du hast mit zwei weiteren bäuerlichen Kantonsräten eine Anfrage an den Regierungsrat bezüglich verfügbaren Bodenmaterials im Kanton Zürich eingereicht. Was hat euch motiviert, diese zu lancieren? 

Mich hat vor allem der Wunsch motiviert, eine solide Grundlage für politische und verwaltungsseitige Entscheidungen zu schaffen, die zugunsten der Landwirtschaft ausfallen. Es ist mir wichtig, dass Entscheidungen nicht nur auf kurzfristigen Eindrücken beruhen, sondern auf fundierten Informationen, die den tatsächlichen Bedarf und die Herausforderungen der landwirtschaftlichen Praxis widerspiegeln. Gleichzeitig möchte ich einen aktiven Beitrag zur Zukunft der Landwirtschaft leisten – insbesondere für die kommenden Generationen, die vor noch komplexeren Rahmenbedingungen stehen werden. Mit der Anfrage möchte ich sicherstellen, dass ihre Perspektiven und Bedürfnisse berücksichtigt werden. 

Wie bewertest du die Situation der FFF im Kanton? 

Die Situation ist kritisch. Mittlerweile haben wir es schwarz auf weiss, dass im Kanton eindeutig zu wenig FFF zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wächst die Bevölkerung – allein im Kanton Zürich hat sie sich seit den 1950er-Jahren verdoppelt. Dieser Druck verstärkt die Bedeutung der verbleibenden Flächen enorm. Wenn wir nicht sehr sorgsam mit den FFF umgehen, riskieren wir, die grundlegenden Voraussetzungen für unsere zukünftige Nahrungsmittelproduktion zu verlieren. 

Werden wir in Zukunft Probleme haben, Bodenaufwertungsprojekte umzusetzen? 

Bodenaufwertungsprojekte werden tendenziell immer schwieriger. Es steht immer weniger geeigneter Boden zur Verfügung, und ein zunehmender Anteil ist so stark kontaminiert, dass er nicht mehr direkt genutzt werden kann. Dadurch werden auch die Bewilligungsverfahren komplexer und langwieriger, gleichzeitig steigen die Kosten kontinuierlich an. 

All diese Faktoren müssen wir in den Griff bekommen und neben den bodenspezifischen Voraussetzungen, welche wir nur bedingt steuern können, mit Nachdruck die administrativen Abläufe vereinfachen. Damit Bodenaufwertungsprojekte überhaupt realisierbar bleiben und wir langfristig genügend qualitativ hochwertige Flächen für die landwirtschaftliche Produktion zur Verfügung haben, müssen wir diese Projekte pragmatisch handhaben. 

Wie weit reicht unser Bodenmaterial?
UmweltABO
Zürcher Bauernverband
12. 12. 2025
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