Vor unserer Haustür ereignet sich gerade ein grosses Spektakel: Die A4 wird zurzeit von Winterthur nach Andelfingen von 2 auf 4 Spuren ausgebaut. Was sich aber hinter den Kulissen abspielt, ist für mich als Landwirt nicht ganz nachvollziehbar. Und zwar geht es um den Landschaftsschutz, welcher in aller Munde ist. Allerdings gilt dies in meinen Augen – was ich auch live ein paar Hundert Meter weit weg von unserem Hof mitverfolgen kann – nicht ganz für alle Behörden in der Schweiz.
Seit Jahrzehnten wurde der A4-Ausbau geplant und die Verträge mit den Landwirten über Landflächen ausgearbeitet. Nach allen Unklarheiten bekam dann das ASTRA schliesslich 2024 die Freigabe für den Ausbau. In diesem Zusammenhang werden auch bestehende, umliegende landwirtschaftliche Flächen und vor allem sogenannte «Anthropogene Böden» mit dem Aushubmaterial aufgeschüttet und dem abgetragenen Bodenmaterial aufgewertet. Dies macht Sinn, da diese Böden meist ehemalige Rietgebiete sind und sich durch Bodenbearbeitung der Landwirtschaft abgesenkt haben und dadurch prädestiniert sind, aufgewertet zu werden.