Ja, auch der ZBV weiss: Die Lage ist ernst. Viele unserer Bauernfamilien stehen unter massivem Druck. Angespannte Märkte, unsichere Perspektiven und fehlende Wertschätzung belasten nicht nur Betriebe, sondern ganze Existenzen. Diese Sorgen nehmen wir sehr ernst.
Doch der öffentliche Vorwurf, wir würden uns nicht mit aller Kraft für die Zürcher Landwirtschaft einsetzen, trifft uns – und er ist falsch.
In den vergangenen Wochen haben wir klar Stellung zum Milchmarkt bezogen und Forderungen an die SMP gerichtet. Wir haben den SBV aufgefordert, bei digiFLUX und der Swiss-Bilanz eine unmissverständliche Haltung einzunehmen. Wir handeln – konsequent, sachlich und beharrlich. Vielleicht tun wir das weniger laut. Vielleicht weniger spektakulär. Aber wir tun es.
Was wir nicht tun werden: uns an unbewilligten Aktionen beteiligen. Das war nie unser Stil und wird es nie sein. Unser Weg führt über Dialog, politische Arbeit und klare Forderungen – innerhalb der Möglichkeiten unseres demokratischen Systems. Gerade dieses System ist ein Fundament unserer Schweiz und verdient unseren Respekt.
Veränderung braucht Entschlossenheit – aber auch Verantwortung.
Darum rufen wir unsere Mitglieder auf, sich nicht an dieser Aktion zu beteiligen. Lassen wir uns nicht spalten. Suchen wir gemeinsam nach Lösungen, die tragen. Das haben wir in der Vergangenheit bewiesen. Und das werden wir wieder tun. Gemeinsam. Standhaft. Mit Haltung.