Die Weinländer Landwirtschaft erlebte ein etwas turbulentes Jahr, wie sich an der Generalversammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins zeigte. Bezirkspräsident Andreas Buri (Ossingen) wies bereits beim Wetter darauf hin, wo Trockenheit, ein sehr warmer Sommer und immer wieder rechtzeitige Niederschläge für teilweise sehr gute Ernten sorgen. So konnten hohe und qualitativ gute Erträge im Futterbau wie auch im Kartoffelbau verzeichnet werden. Auch bei den Zuckerrüben zeichnete sich eine sehr gute Ernte ab, welche aber durch den mehrwöchigen Ausfall der Fabrik Frauenfeld etwas eingetrübt wurde. Von einer weltweit einzigartigen Branchenlösung sprach Buri bei Eierproduktion. Das Töten der frisch geschlüpften männlichen Küken konnte beseitigt werden, indem man nun bereits die Geschlechtsbestimmung im Ei vor dem Schlüpfen macht. Dank stabilen und eher knappen Mengen konnte die Rind- und Kalbfleischproduktion auf hohem Niveau gehalten werden. Bezüglich der Milch ging Buri mit dem Dachverband sehr scharf ins Gericht: «Einmal mehr bedauern viele Milchproduzenten, dass ihr Dachverband SMP nicht in der Lage ist, eine produzentenseitige Mengensteuerung zu organisieren, die verhindern würde, dass Millionen von Franken an Wertschöpfung in solchen Situationen bachab gehen.»
Über 80 Bäuerinnen und Bauern nahmen an der ordentlichen Generalversammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Andelfingen in Marthalen teil. Im Fokus standen dabei die ordentlichen Erneuerungswahlen.
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