Aktuelles ZBV
Auf den Punkt gebracht

Die Landwirtschaft darf nicht allein gelassen werden

Susanne Riedel aus dem ZBV Team Umwelt bringt es diese Woche auf den Punkt. Bild: zVg
Susanne Riedel, ZBV Team Umwelt

Die Ursachensuche zu den PFAS-Belastungen auf unseren Milchbetrieben läuft derzeit auf Hochtouren. Inzwischen war ich zur Probennahme auf zahlreichen Betrieben. Dabei habe ich gespürt, wie sehr das Thema unsere Bauernfamilien bewegt – insbesondere treibt sie die Frage um, woher die Belastungen kommen und was sie verursacht hat. Die wichtigste Frage ist aber weiterhin, wie wir mit den PFAS langfristig umgehen.

Genau hier ist die Zusammenarbeit zwischen uns und dem Strickhof wichtig. Diese funktioniert gut und ermöglicht eine koordinierte und praxisnahe Vorgehensweise. So schaffen wir es, rasch eine verlässliche Grundlage zu schaffen, um betroffene Betriebe gezielt unterstützen zu können. Die aktuelle Proberunde findet noch während der Winterfütterung statt. So können mögliche saisonale Einflüsse erfasst und besser eingeordnet werden. Diese Daten sind entscheidend, um die Ursachen der Belastungen differenziert zu analysieren. 

Die ersten Laborergebnisse treffen inzwischen ein und wir können nun die ersten möglichen Quellen bestätigen oder ausschliessen. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns, bis für alle Betriebe die Ursachensuche abgeschlossen ist. Im Anschluss müssen Lösungen für jeden einzelnen Betrieb gefunden werden. Gerade bei betroffenen Grünlandbetrieben wird dies eine grosse Herausforderung werden.

Neben der direkten Unterstützung betroffener Landwirtschaftsbetriebe wird auch eine breitere gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema notwendig sein. Die PFAS-Problematik wurde nicht von der Landwirtschaft verursacht, aber wir sind nun die Leidtragenden. Darum muss die gesamte Gesellschaft zur Lösung dieses Problems beitragen und die Landwirtschaft darf nicht allein gelassen werden.

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