In diesem Frühjahr konnten unsere Arbeiten auf dem Feld bei besten Bedingungen ausgeführt werden. Ich bin recht froh darüber. Traditionellerweise stehen zu dieser Jahreszeit auch immer viele Versammlungen an. In anderen Jahren musste ich mich sehr gut organisieren, um alles unter einen Hut zu bringen. Heuer ging es recht flott.
Anders der Milchmarkt, hier läuft es weniger flott und das stellt für meinen Betrieb eine grosse Herausforderung dar. Das Wichtigste ist, liquid zu bleiben. Aktuell ist es extrem schwierig, Kosten zu senken, da diverse Betriebsmittel noch teurer geworden sind. Auch ein grosses Problem bei der Milch ist der enorm gestiegene Import von Milchprodukten. Daher rufe ich unsere Politikerinnen und Politiker in Bern dazu auf, den zuständigen Bundesrat so in die Schranken zu weisen, dass der Import von billigen Milchprodukten aus dem Ausland endlich besser reguliert wird. Andere Länder schaffen es auch, über Nacht Zölle zu verhängen. Der Verband Schweizer Milchproduzenten darf ruhig einmal Zähne zeigen und sich klar hinter uns Milchbauern und -bäuerinnen stellen. Der Verband hat den Auftrag, unsere Interessen vertreten und nichts anderes.
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die sich im Moment fast Tag und Nacht für uns einsetzen. Es hat sich in diesem Jahr schon etliche Male gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir viele und gute Politikerinnen und Politiker in Bundesbern haben. Nicht nur für uns Bäuerinnen und Bauern, sondern auch fürs Gewerbe und die Industrie. Denn nur mit bürgerlichen Mehrheiten kann die Gesetzes- und Regulierungswut von Links-Grün in Schach gehalten werden.
Manch einer wird sich jetzt fragen, warum der Schärer oben im Text schreibt, man müsse den Milchmarkt besser regulieren, und ein paar Zeilen später wehrt er sich wieder dagegen. Ich könnte es auch so ausdrücken: SWITZERLAND FIRST. Und das wünsche ich mir für die ganze inländische Produktion, nicht nur für die Landwirtschaft.