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Kartoffelbau

Totgesagte leben wie die Bintje am längsten

Trotz allen Unkenrufen ist und bleibt die älteste Kartoffelsorte Bintje bei den Schweizer Konsumenten sehr beliebt und wird jetzt wieder als Pflanzkartoffel für den Garten angeboten. Bild: Roland Müller
In den Regalen der Gartenfachgeschäfte findet man jetzt wieder Kartoffelpflanzenknollen. Dabei ist die nun bereits 116-jährige, immer wieder totgesagte Bintje immer noch im Angebot zu finden. 

Die Bintje ist ein eigentliches Fossil unter den Kartoffelsorten und wird wohl zu Recht als eine der bekanntesten Speisekartoffeln bezeichnet. Immer wieder wurde die mehligkochende oder vorwiegend festkochende Sorte totgesagt, doch sie harrt unbeeindruckt dank ihrer Beliebtheit in der Küche weiter aus. Wenn beispielsweise in Pflanzgutkreisen die Rede von Bintje ist, gibt es immer wieder ein Kopfschütteln. Es sind ihre breite Anwendung in der Küche und ihre ideale Knollengrösse, welche sie in der Verwendung als Speise sehr vielseitig macht. Sie kann auch zur Herstellung von Pommes frites, Kartoffelgratin oder Kartoffelstock eingesetzt werden. Sie gilt bezüglich Reife als mittelfrüh, besitzt gute Lagereigenschaften und weist ein hellgelbes Fleisch auf. Sie gilt aber als sehr anfällig für Kraut- und Knollenfäule, was ihr immer wieder Kritik und Gegenwind einbrachte. 

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