Alljährlich im Herbst und Winter sind wir auf unseren Höfen daran, die Maschinen zu waschen und wieder instand zu stellen. Auch werden immer mal wieder Ställe und weitere Teile der Betriebe gewaschen. Überhaupt ist das Reinigen auf einem Bauernhof eine zentrale Arbeit und findet fast täglich statt. Ebenfalls muss auch im Haushalt tagtäglich gewaschen und geputzt werden. Oftmals wird das Putzen als etwas verpönt angesehen und es fristet ein Dasein als wenig angesehene Arbeit. Hier bin ich anderer Meinung. Das Reinigen und Instandstellen von Dingen, die uns gehören, ist eine Wertschätzung an diese Gegenstände. Mit dem Reinigen einer Dusche oder eines Traktors verlängern wir das Leben dieses Gegenstandes. Dies ist Ausdruck von Respekt gegenüber den Sachen, die sich in unserem Eigentum befinden. Reinigen ist aus meiner Sicht Dankbarkeit an unseren Besitz. Reinigen und Aufräumen bewirkt auch, dass der erste Eindruck eines Betriebes positiv ausfällt. Dies hat eventuell auch ganz praktische Auswirkungen. Ein Hof, welcher aufgeräumt aussieht, wird voraussichtlich weniger Probleme bei Kontrollen oder weiteren Kontakten mit Behörden antreffen, da auch hier das Auge mitentscheidet. Schliesslich kann der Gedanke der Reinigung und des Aufräumens auch aufs Büro erweitert werden. Ich stelle die Aussage in den Raum, dass für den Erfolg des eigenen Betriebes auch das aufgeräumte Büro eine Voraussetzung darstellt. Noch weiter spinnen könnte man den Gedanken des «Reinigens der Seele». Aber hier fehlt mir die Kompetenz, um weiterzuschreiben. Fazit: Alle Menschen, die sich der Reinigung von Dingen annehmen, habe meine Achtung, denn sie erledigen Aufgaben, welche Dankbarkeit verdient haben.
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