Sie entschuldigen, wenn wir das Thema vom «langen Riemen» nochmals aufnehmen! Aber die Antwort der Baudirektion auf unsere Pressemitteilung darf nicht so stehen bleiben. Kurz zusammengefasst schreibt die Pressestelle der Baudirektion, dass alle betroffenen Landwirte im Rahmen des geplanten Abhumusierungsverfahren informiert wurden, mit dem gewählten Vorgehen (Bauunternehmer muss nur bestätigen, dass er das wertvolle Bodenmaterial verwertet) alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt sind und mehr nicht möglich war.
Einmal mehr geht es für uns um Respekt. Zuerst um den Respekt gegenüber den betroffenen Bauernfamilien, die scheinbar von externen Naturschutzbeauftragten informiert worden seien. Zum anderen aber auch um den Respekt vor unseren Fruchtfolgeflächen und unserer wichtigsten Grundlage, den landwirtschaftlichen Böden. Diese 800 LKW wertvolles Bodenmaterial hätten adäquat regional und sehr ökologisch verwendet werden können, um Böden der Nutzungsklasse 7 und höher gezielt aufzuwerten. Dies braucht Planung, Zeit und eben Respekt für unseren Boden. Gehen wir mal davon aus, dass dieses Projekt vom «langen Riemen» von langer Hand und sehr aufwendig vorbereitet worden ist, wäre auf jeden Fall genug Zeit geblieben, auch ein entsprechendes Aufwertungsprojekt bewilligungsfertig vorzubereiten. Ein solches Vorgehen wäre ein lebendiger Beweis dafür, dass alle Interessen angemessen berücksichtigt wurden – nicht nur die des Naturschutzes, sondern auch die unserer Bauernfamilien.
Und zum Schluss: Respekt gegenüber den betroffenen Bauernfamilien zeigt sich darin, sie direkt und aus erster Hand zu informieren. Eine delegierte Kommunikation hinterlässt immer den faden Beigeschmack von Unwichtigkeit.