Was bedeutet der Vorrang der Landwirtschaft in der Landwirtschaftszone in der Praxis?
Künftig gelten bei Konflikten insbesondere mit Wohnnutzungen stärker die Interessen der Landwirtschaft. Wenn zum Beispiel in einem Weiler ein Betrieb aufgegeben und das Wohnhaus separat verkauft wird, können die verbleibenden Betriebe ihren Stall weiterhin ausbauen, ohne die heutigen Abstandsvorschriften zum nun nicht mehr landwirtschaftlichen Wohnhaus einhalten zu müssen. Damit soll verhindert werden, dass Bauernfamilien in langwierige Auseinandersetzungen um Güllegruben oder Hühnerställe geraten, nur weil jemand «ruhig wohnen» möchte. Landwirtschaftszonen sind keine ruhigen Wohnlagen, sondern Produktionszonen.
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