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Diese Woche: Robotik in der Landwirtschaft

Düngen, jäten, sortieren, melken – Robotertypen im Einsatz

Robotertypen in der Landwirtschaft

Düngen, jäten, sortieren, melken – welche Roboter in der Landwirtschaft im Einsatz sind 

Auf landwirtschaftlichen Betrieben sind grob gesagt neun unterschiedliche Roboterarten im Einsatz. In alphabetischer Reihenfolge: Drohne, Düngeroboter, Farmdroid, Jätroboter, Kraftfutterstationen, Melkroboter, Mistroboter, Pflückroboter, Sortierroboter. 
RobotertypEinsatzgebiet
Drohne 

Ein Sonderfall eines Roboters ist die Drohne. Die kann zwar viel – aber ohne menschliche Steuerung ist sie im Allgemeinen (zumeist noch) und in der Landwirtschaft praktisch immer aufgeschmissen. Dennoch hilft sie enorm. Drohnen erfassen mit Echtfarben-, Nahinfrarot- und Wärmebildkameras den Zustand von Pflanzen und Böden. Sie erkennen Pflanzenstress, Nährstoffmangel, Krankheiten und Unkräuter. Die gesammelten Daten werden in digitale Karten umgewandelt, die eine gezielte Behandlung ermöglichen. Dünger, Pflanzenschutzmittel und Wasser werden bedarfsgerecht und punktgenau ausgebracht. 

Spezielle Lastdrohnen können bis zu 20 kg laden und Pflanzenschutzmittel ausbringen. Die Trichogramma-Ausbringung zur biologischen Schädlingsbekämpfung wird effizient durch Drohnen durchgeführt. Wärmebildkameras helfen bei der Lokalisierung von Wildtieren vor der Mahd, um Unfälle zu vermeiden.

Düngeroboter Düngeroboter analysieren mithilfe von optischen Sensoren, Lasersensoren und Multispektralkameras das Pflanzenwachstum und den Bodenzustand. Basierend auf diesen Daten führen sie eine gezielte und bedarfsgerechte Düngung durch. Durch ihren Einsatz wird der Düngeprozess effizienter gestaltet. Die präzise Ausbringung von Düngemitteln hilft, Überdüngung zu vermeiden und somit die Umweltbelastung zu verringern. Sie sammeln kontinuierlich Daten über den Zustand der Pflanzen und des Bodens, was eine fundierte Entscheidungsfindung in der Landwirtschaft ermöglicht. Die Roboter können autonom durch die Felder navigieren und die Düngung ohne menschliches Eingreifen durchführen. 
Farmdroid Das ist ein autonomer Agrarroboter, der zwei Hauptaufgaben übernimmt: Einerseits sät der Farmdroid verschiedene Kulturen wie Zuckerrüben, Zwiebeln, Rote Beete, Spinat, Raps und Kräuter. Und nach der Aussaat führt der Roboter eine präzise mechanische Unkrautbekämpfung durch, sowohl zwischen als auch in den Pflanzenreihen. Dieser Roboter kann bis zu 20 Hektar pro Saison bearbeiten und bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 1 km/h über das Feld. Mit 900 Kilo ist er ein Leichtgewicht unter den Landmaschinen – selbst ein Traktor erreicht schnell ein Gewicht von 4'000 Kilo. 
Jätroboter Diese Roboter bieten eine umweltfreundliche Alternative zu chemischen Herbiziden und reduzieren den Bedarf an manueller Arbeit. Sie erkennen und identifizieren mithilfe von Kameras und künstlicher Intelligenz Unkraut auf den Feldern. Je nach Modell verwenden sie verschiedene Methoden. Entweder verbrennen sie mit laserbasierten Systemen gezielt Unkraut oder sie entfernen mit mechanischen Systemen wie Hackscheren Unkraut physisch. Sie bewegen sich selbstständig über die Felder, gesteuert durch GPS und andere Sensoren. Die meisten Modelle sind elektrisch betrieben und kommen ohne Chemikalien aus.
Kraftfutterstationen Das sind automatisierte Fütterungssysteme, die in der Nutztierhaltung, insbesondere bei Milchkühen und Ziegen, eingesetzt werden. Kraftfutterstationen ermöglichen eine tierindividuelle und präzise Kraftfutterzuteilung basierend auf dem Leistungsbedarf jedes einzelnen Tieres. Durch die Verteilung kleinerer Kraftfuttermengen über den Tag werden pH-Schwankungen im Pansen reduziert, was die Tiergesundheit verbessert. Die optimierte Fütterung kann zu einer Steigerung der Milchmenge führen. Kraftfutterstationen ermöglichen eine computergestützte Überwachung des Fressverhaltens, was frühzeitiges Eingreifen bei gesundheitlichen Problemen erlaubt.
Melkroboter Sie erkennen Kühe mittels Transponder und gewähren ihnen Zugang zur Melkstation. Melkroboter reinigen die Euter mit Wasser und rotierenden Bürsten. Das Melkgeschirr wird mithilfe von Sensoren und Erkennungssystemen automatisch am Euter angesetzt. Sie führen den Melkvorgang durch und erfassen Daten wie Milchmenge, -temperatur und -leitfähigkeit. Nach dem Melken dippen sie die Zitzen, um sie vor Keimen zu schützen. Das Melkgeschirr wird nach jedem Melkvorgang mit heissem Dampf gereinigt. 
Mistroboter Diese Roboter - auch Entmistungsroboter genannt - sind automatisierte Geräte, die in modernen Viehställen eingesetzt werden, um die Laufflächen sauber zu halten. Sie bewegen sich selbstständig durch den Stall und entfernen Mist und Gülle von den Böden, sie können auf verschiedenen Bodentypen eingesetzt werden, einschliesslich Gummiböden, Spaltenböden und geschlossenen Betonböden. Es gibt Modelle, die Gülle aufnehmen und zum Abwurfpunkt transportieren.  
PflückroboterDer «Cousin» vom Jätroboter kann empfindliche Früchte wie Tomaten, Erdbeeren und sogar Himbeeren pflücken, ohne sie zu beschädigen. Mithilfe von Kameras, Sensoren und KI-Software erkennt der Roboter den Reifegrad der Früchte anhand von Farbunterschieden. Der Roboter schneidet die Früchte knapp über dem Stiel ab, um die Gesundheit der Pflanze zu erhalten. Nach dem Pflücken legt der Roboter die Früchte in Auffangkörbe oder Ernteboxe. 
Sortierroboter Dieser Robotertyp wird nicht exklusiv in der Landwirtschaft eingesetzt, aber er spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Autonome Roboter können dank Geo-Mapping Samen an exakt den richtigen Stellen und in der korrekten Tiefe platzieren.  

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