Umwelt
Tipp der Woche

Nachhaltige Wassernutzung

Reihenregner sind weit verbreitet. Bild: Pixabay.

Nachhaltige Wassernutzung

Die Auswirkungen des Klimawandels machen sich in der Schweizer Landwirtschaft zunehmend bemerkbar. Längere Trockenperioden häufen sich, auch wenn sie von regenreichen Sommern wie 2024 unterbrochen werden. 
Steffen Hagenbucher, Leiter Beratung Umwelt

Im Anbau ergeben sich für viele Kulturen grosse Herausforderungen im Umgang mit Trockenheit. Somit wird die Wassernutzung in bestimmten Regionen immer mehr zum Thema. Durch gute Bewirtschaftung kann die Verdunstung auf den Feldern reduziert werden, hier kann eine zurückhaltende Bodenbearbeitung und Bedeckung des Bodens viel erreichen.

Gezielte Bewässerung sichert Quantität und Qualität der Ernte. Doch der Einsatz von Wasser muss effizient und ökonomisch sinnvoll erfolgen. Heute stehen die unterschiedlichsten Bewässerungssysteme zur Verfügung, wobei nicht alle für jede Kultur und jeden Betrieb geeignet sind. So ist die hocheffiziente, aber auch teure, Tröpfchenbewässerung nur für wenige Kulturen, insbesondere Dauerkulturen, rentabel. Genauso wichtig wie die Art der Bewässerung ist aber auch der richtige Zeitpunkt. Nicht nur das System, sondern auch der Zeitpunkt und die Menge der Wassergabe sind entscheidend. Bodenfeuchtesensoren unterstützen bei der Entscheidung, wann und wie viel Wasser notwendig ist. Sie liefern wichtige Informationen über die aktuelle Bodenfeuchte. Noch genauer wird es, wenn Bewässerungsmodelle wie die «Geisenheimer Bewässerungssteuerung» eingesetzt werden. Diese erlauben präzise Entscheidungen über Zeitpunkt und Menge der Bewässerung.

Wassermanagement ist längst nicht mehr nur ein Thema für südliche Länder. Auch im Kanton Zürich werden wir uns überlegen müssen, wie wir mit längeren Trockenperioden umgehen.

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