ABO Umwelt
Tipp der Woche

Schnitt von Streueflächen

Mähen mit Messerbalken schont Flora und Fauna. Bild: AdobeStock
Der 1. September naht und damit steht auch der Schnitt der Streueflächen an. 

Sie müssen aber nicht sofort zum Mäher greifen, auch ein noch späterer Schnitt kann sinnvoll sein. Streueflächen müssen mindestens alle 3 Jahre geschnitten werden, die maximale Schnitthäufigkeit liegt bei einmal pro Jahr. Um die auf Nährstoffarmut spezialisierten Pflanzen zu erhalten, muss das Schnittgut abgeführt werden und Mulchen ist nicht erlaubt. Bleibt die Streu kurzzeitig auf der Fläche liegen, können manche Pflanzensamen noch nachreifen. Anschliessend aufgeschichtet zu einem Streuehaufen freut dies an gut besonnten Standorten nicht nur die Ringelnatter, die dort ihre Eier ablegen kann. Alternativ wird das Schnittgut als Einstreu, zum Mulchen auf anderen Flächen oder gelegentlich als Raufutter für Pferde und Jungvieh genutzt. Als erfahrener Landwirt wählen Sie für den Schnitt einen trockenen Zeitpunkt oder verwenden auf nassem Boden keine schweren Maschinen. Mähen Sie die Fläche in Streifen oder von innen nach aussen, dann können sich Tiere sicher zurückziehen. Liegen Ihnen Scheckenfalter, Lungenenzian & Co besonders am Herzen, dann verwenden Sie einen Messerbalken, stellen die höchstmögliche Schnitthöhe ein und lassen einen jährlich rotierenden Rückzugsstreifen von 5 bis 20% der Fläche stehen. Auf BFF-QII-Flächen ist der Einsatz von Mähaufbereitern nicht erlaubt, die Sumpfschrecke und andere Insekten danken es, wenn auch auf den QI-Flächen darauf verzichtet wird.

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