Der Zürcher Bauernverband (ZBV) und der Strickhof arbeiten dafür als fachliche Beratungsstellen zusammen. Ziel ist es, mit kostenloser und unkomplizierter Unterstützung den Landwirten zur Seite zu stehen. Dabei werden beide Institutionen nach gemeinsamen Standards arbeiten und sich austauschen, um die Ursachenforschung bestmöglich zu unterstützen.
Ziel dieser Ursachensuche ist es, die Quellen und Eintragspfade von PFAS in die Milch zu identifizieren. Dazu werden an verschiedenen potenziell belasteten Stellen Proben entnommen und untersucht. Wichtig dabei: Die Betriebe erhalten die Laborberichte direkt. Begleitende Stellen erhalten Einsicht in die Befunde nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Betriebe. Das laufende Monitoring dient ausschliesslich der fachlichen Einordnung und Unterstützung der Betriebe und ist nicht mit vollzugsrechtlichen Konsequenzen verbunden.
Aktuell gibt es erst wenige Studien, die sich mit der Reduktion von PFAS in Milch beschäftigen. Die individuelle Praxisforschung auf den einzelnen Betrieben kann einen Beitrag leisten, um die Wissensbasis zu erweitern und Handlungsempfehlungen zu entwickeln, beispielsweise wirksame Massnahmen zur Bewirtschaftung belasteter Flächen.
Die Freigabe anonymisierter Daten für eine umfassende Auswertung trägt massgeblich dazu bei, solide Erkenntnisse zu gewinnen. Ein etabliertes Beispiel für solch eine erfolgreiche Praxisdatenauswertung ist das Vor-Ernte-Monitoring in der Region Rastatt, Baden-Württemberg, das seit über zehn Jahren läuft. Dieses Monitoring liefert bis heute für den Acker- und Gemüsebau eine der wenigen, in der Praxis erprobten Bewirtschaftungsempfehlungen.
Ein erhöhter PFAS-Gehalt in Milchproben stellt eine Herausforderung für landwirtschaftliche Betriebe dar. Bestätigen weitere Analysen den ersten Befund, besteht die Möglichkeit, freiwillig die Ursachen für die Belastung zu untersuchen.
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