Die Hummeln – Fellmantel und Frostschutzmittel
Hummelvölker ziehen im Laufe des Jahres kräftige Jungköniginnen heran, die mit gut gefüllten Nektarmägen – bis zu 200 mg, mehr als ein Viertel ihres Körpergewichts – in den Winter gehen. Zur Überwinterung wählen sie geschützte Plätze mit nordöstlicher oder nordwestlicher Ausrichtung, um eine trügerische Erwärmung durch frühe Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Neben ihrer dichten Behaarung und der im Verhältnis grossen Körpermasse besitzen die jungen Königinnen mit dem in der Hämolymphe enthaltenen Glycerol ein wirksames Frostschutzmittel, das das Gefrieren verhindert. So überstehen sie Temperaturen bis zu –19 °C und gehören im Frühjahr zu den ersten aktiven Bestäubern.
Die Holzbienen – Kuschelige Zweisamkeit
Mit ihrer auffälligen Erscheinung und einer Länge von fast 3 cm ist die Holzbiene kaum zu übersehen. Anders als viele andere Bienenarten überwintern bei dieser Art sowohl Männchen als auch Weibchen. Die erwachsenen Tiere – die sogenannten Imagines – suchen dafür geschützte Plätze in Holzgängen, aber auch in Mauerspalten oder Erdlöchern. Das gemeinsame Überwintern ermöglicht eine frühe Paarung im Frühjahr. Schliesslich steht viel Arbeit an: Die Bienen müssen sich auf die neue Saison vorbereiten, Nahrung sammeln und für die nächste Generation vorsorgen.
Die Mauer- und Sandbienen – Alles für den Nachwuchs
Bei den Mauer- und Sandbienen ist die Vorbereitung für die Überwinterung intensiv: Ab April beginnen die Weibchen mit dem Nestbau, beispielsweise in Löss- oder Lehmwänden, aber auch in hohlen Pflanzenstängeln oder offenen Sandflächen. Jede Eizelle bekommt eine eigene Brutzelle, gefüllt mit Blütenstaub und Nektar. Nach wenigen Tagen schlüpft die Larve und ernährt sich mehrere Wochen von diesem Vorrat. Auch wenn die Biene vollständig entwickelt ist, bleibt sie in ihrem Kokon bis zum nächsten Frühjahr, diese Phase nennt sich Diapause. Mit steigenden Temperaturen werden die Bienen dann aktiv, nagen den Kokon auf und schlüpfen aus der Brutzelle: Die nächste Generation ist bereit.
Und unsere Aufgabe?
Um durch den Winter zu kommen, verfolgt somit jede Art eine eigene, oft erstaunlich spezialisierte Strategie. Damit diese Strategien funktionieren, brauchen Wildbienen vor allem eines: passende Strukturen in ihrer Umgebung – und genau hier kommen wir ins Spiel.
Bei plan.b können unterschiedliche Massnahmen und Strukturelemente zur Unterstützung der Wildbienen bestellt werden. Ast- und Holzbeigen bieten sowohl der Holzbiene als auch verschiedenen Hummelarten ein geeignetes Plätzchen zum Überwintern. Auf Ruderalflächen finden viele Wildbienen ideale Rohbodenstellen für ihre Brutgänge sowie ein vielseitiges Nahrungsangebot im Frühjahr. Auch Sandlinsen sind für bodennistende Arten hervorragend geeignet, da sie dort ungestört ihre Brutgänge anlegen können. Mit Einzelbäumen oder Gebüschgruppen entsteht zusätzlich ein vielfältiges Blütenangebot – mit plan.b können wir den Wildbienen also genau das bieten, was sie für einen guten Start ins Frühjahr brauchen.