ABO Umwelt
Nachgefragt bei …

«Nicht gleich das Kind mit dem Bade ausgiessen»

Serge Buholzer, Experte für invasive Arten an Agroscope. Bild: zVg

In der Stellungnahme kritisieren Sie, dass die Studie weitreichende Schlussfolgerungen zieht, die die Daten so gar nicht hergeben. Wie wären Sie mit den Ergebnissen der Studie umgegangen?

Zunächst möchte ich betonen, dass wir jede Studie und jede fundierte Beobachtung begrüssen, die sich mit den Schäden durch invasive Pflanzen für die Artenvielfalt, die Gesundheit von Menschen oder die Landwirtschaft befasst. Wir müssen diese Daten jedoch mit Vorsicht interpretieren, weil auf sieben von zehn untersuchten Standorten das Berufkraut bekämpft wurde. Wenn man ein Unkraut bekämpft und feststellt, dass es keine Ertragseinbussen gegeben hat, obwohl nicht alle Unkräuter getilgt wurden, dann kann man daraus auch nicht schliessen, dass Unkräuter den Ertrag nicht mindern und man sie deshalb nicht bekämpfen sollte. 

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