Wo kann man Feuersalamander, Höhlenflohkrebs, Libelle und Sumpf-Dotterblume zusammen antreffen? In einer Quellflur. Quellen sind spannende Gewässer. Gleichmässige Wassertemperatur und stabile Standortbedingungen im Jahresverlauf sowie nährstoffarmes Wasser sorgen dafür, dass dieser Lebensraum oft von stark spezialisierten Arten besiedelt wird. Die Lebewesen in Quellen sind oft unscheinbar, Insekten und Krebstiere oder Algen und Moose. Der Feuersalamander ist das einzige Wirbeltier in den Quellen und zugleich die spektakulärste Art. In und um die Quellen wachsen zudem viele spezialisierte Pflanzen, dies alles zusammen gibt den Quellen einen sehr speziellen Charakter.
Da die Quellen aber für uns Menschen immens wichtig sind, insbesondere zur Trinkwasserversorgung, wurden diese Lebensräume stark verändert. Die meisten Quellen sind heute eingefasst und viele Quellbäche eingedolt. So gibt es im Talgebiete nur noch wenige natürliche Quellräume, in den Alpen- und Voralpen sind noch einige übrig. Revitalisierungen von Quellen sind in der Praxis kaum umsetzbar, ohne die Nutzung zu beeinträchtigen. Ausnahmen bilden Quellen, die nicht mehr genutzt werden. Wenn möglich sollten diese in einen naturnahen Zustand zurückversetzt werden. In der Nähe von naturnahen Quellen sollte sorgsam gewirtschaftet werden, Dünger und PSM sollten mit Umsicht verwendet werden. Auf Weiden kann die Auszäunung einer Quelle diese vor Trittschäden bewahren.